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Die Veränderungen in der Rechtsprechung am Beispiel des Betäubungsmittelgesetzes im Zusammenhang mit dem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9.März 1994

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1. Das Drogenproblem in Deutschland
In den letzten Jahren ist die Zahl der Drogenkonsumenten in Deutschland stark angestiegen. Vor allem der Cannabiskonsum sowie der Konsum synthetischer Designerdrogen wie MDMA und psychedelischer Halluzinogene wie LSD ist immer weiter verbreitet. Auch der Kokainkonsum ist gestiegen. Der einzige Lichtblick ist die Tatsache, daß der Heroinmißbrauch abgenommen hat. Nachdem in Holland der Drogenkonsum bei einer liberaleren Drogenpolitik gleichzeitig gesunken ist, liegt es nahe, daß die deutsche Rechtsprechung und die Drogenpolitik ihr Ziel verfehlt haben. In der Bundesrepublik werden nach wie vor Konsumenten belangt und zu hohen Haftstrafen verurteilt, während große Drogenhändler aufgrund mangelnder Ressourcen bei den Ordnungskräften meist ungeschoren davonkommen. Drogenabhängigkeit wird vielfach nicht als Krankheit akzeptiert, sondern als eine Straftat. Dabei benötigen Abhängige eine Therapie und keinen Gefängnisaufenthalt. Ein Grund für das immer größer werdende Drogenproblem liegt sicherlich in der mangelnden Aufklärung von Jugendlichen. Auf Informationsveranstaltungen oder in Aufklärungsbroschüren werden weiche Drogen wie Haschisch und Marihuana mit harten Drogen wie Kokain oder Heroin auf eine Stufe gestellt. Durch diese Verteufelung von Cannabisprodukten, welche im Vergleich zu den legalen Rauschgiften Alkohol und Nikotin verhältnismäßig harmlos sind, fühlt sich der Jugendliche betrogen. Er wird früher oder später durch unabhängige objektive Aufklärungsorganisationen wie "Eve and Rave" über die wahre Wirkung und die Gefahren von Haschisch und anderer Rauschmittel informiert und geht nun davon aus, daß auch andere Drogen nicht so gefährlich seien, wie es von öffentlichen Institutionen behauptet wird. Gerade der neue Markt von Designerdrogen wird dadurch gefördert, wobei die physischen und psychischen Schäden von MDMA, MDE, MDA, DOM, STP etc. verheerend sind. Auch über Kokain erfährt man, daß die physische Abhängigkeit nicht gegeben sei und verläßt sich auf den eigenen starken Willen. Letztendlich bleibt noch die stark halluzinogene Droge LSD zu nennen, welche bei Dosierungen von 0,0001mg wirksam ist und schwere Psychosen bis hin zum Wahnsinn auslösen kann. Wenn sich an der deutschen Drogenpolitik nicht rasch etwas ändert, wird bald ein großer Teil der Jugendlichen Drogenerfahrungen gemacht haben und das Drogenproblem zu einem noch viel größerem gesamtgesellschaftlichem sozialen Problem heranwachsen. Auch die legalen Rauschgifte Alkohol und Nikotin sollten vom Staat nicht weiterhin verharmlost werden, sondern auch hier ist objektive Aufklärung gefragt.
  
Einführung in das Bürgerliche Recht: Grundkurs für Studierende der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
Siehe auch:
Übungen im Privatrecht: Übersichten, Fragen...
Grundzüge des Handelsrechts
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler und...
Grundzüge der Mikroökonomik: Studienausgabe
 
   
 
     
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