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Die Veränderungen in der Rechtsprechung am Beispiel des Betäubungsmittelgesetzes im Zusammenhang mit dem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9.März 1994

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Eine weitere halbsynthetische Droge ist das Kokain. Es wird aus den in Südamerika wachsenden Blättern der Koka-Pflanze gewonnen. Diese Blätter werden seit Jahrhunderten von den einheimischen Indianern gekaut und haben eine aufputschende Wirkung, sind für die Einheimischen jedoch unschädlich. Unter Verwendung von Kerosin und Schwefelsäure werden nun die getrockneten Blätter zu hochgiftiger Kokapaste verarbeitet, die dann mit Hilfe von Salzsäure zu Kokain veredelt wird. Kokain wurde erstmals 1850 bei Operationen in der Anästhesie verwendet und wurde bald zur Droge der High Society. 1884 schrieb Sigmund Freud, der selbst Kokain- Konsument war, positiv über die Wirkung des Kokains und 1908 wurden in den Großstädten große Werbeaktionen für Kokain veranstaltet, das damals noch frei verkäuflich war. Die größte Kokainhandelskette war der Pharmakonzern Merck, der später auch das MDMA entwickelte. Kokain verursacht in seltenen Fällen eine körperliche Abhängigkeit. Die psychische Abhängigkeit hingegen ist sehr stark, weshalb Kokain von der Gefährlichkeit her mit Heroin auf eine Stufe gestellt werden kann. Es wird normalerweise geschnupft, selten auch gespritzt. Kokain verursacht bei längerem Gebrauch schwere irreversible Organ- und Gehirnschäden und zerstört die Nasenschleimhäute. Die Wirkung ist aufputschend und verstärkt das Selbstbewußtsein. Es führt zu erhöhter Leistungsfähigkeit und verstärkt die Gefühle. Ein Kokainkonsument ist meist von der Außenwelt isoliert und vielfach aggressiv. Er selbst fühlt sich zufrieden. Gleichzeitig nimmt der Rededrang unter Kokaineinfluß stark zu, wobei der Konsument seinem Umfeld die eigene Überlegenheit zu demonstrieren versucht. Kokain ist auf dem Schwarzmarkt verhältnismäßig teuer, weshalb es vor allem von höheren Gesellschaftsschichten konsumiert wird. In den letzten Jahren sind die Schwarzmarktpreise jedoch rapide gefallen, so daß Kokain mehr und mehr auch für die Mittelklasse erschwinglich wird. In Großstädten wie Hamburg, wird die Straßendroge Heroin zunehmend vom Kokain verdrängt. Ein Ableger des Kokain ist das sogenannte Crack. Crack entsteht, wenn Kokain mit Backpulver verbacken wird. Es ist in Deutschland kaum vorhanden, entwickelt sich in den USA jedoch zu einem größeren Problem. Im Gegensatz zu Kokain wird Crack in der Regel geraucht. Crack verursacht sowohl eine starke psychische, wie auch körperliche Abhängigkeit. Der Rausch dauert ca. 5 Minuten woraufhin der Konsument sofort eine neue Crack- Pfeife benötigt. Eine Dosis Crack kostet z.B. in New York zwischen einem und fünf Dollar und ist eine der meistkonsumierten Drogen in den USA. Es verursacht noch gravierendere körperliche Schäden als Kokain selbst.
Die letzte halbsynthetische Droge ist das Lysergsäurediäthylamid, kurz LSD. Diese, durch den Harvard-Professor Timothy Leary populär gewordene Droge war vor allem in der 68er Generation als bewußtseinserweiternde Droge beliebt und wird heutzutage wieder von der Techno – Generation als Partydroge konsumiert. LSD kommt in der Natur in dem Mutterkorn - Pilz vor, welcher auf Getreide wächst und schon im Mittelalter unter der Bevölkerung schwere Vergiftungen verursachte. LSD wird jedoch fast ausschließlich synthetisch hergestellt, da eine Extraktion aus dem Mutterkornpilz sehr aufwendig ist. Ein LSD- Trip besteht meist aus einem kleinen Streifen Löschpapier, auf welchen ein Tropfen LSD geträufelt wurde. Die wirksame Dosis von LSD liegt bei 1/10000 mg. Sie ist also nur sehr schwer genau zu dosieren, weshalb die Wirkung eines Trips nicht abzusehen ist. Der LSD Rausch dauert 8-16 Stunden. LSD wirkt dabei aufputschend und stark halluzinogen Der Konsument sieht Dinge, die nicht vorhanden sind und taucht in eine völlig andere Welt ab. In einigen Fällen kommt es dabei zu "Horror-Trips", die sich zu Psychosen entwickeln können und vielfach zum Selbstmord führen, weil der Konsument beispielsweise glaubt, er sei ein Vogel und springt aus dem Fenster. Körperliche Schäden von LSD sind nicht bekannt. Ob psychische Schäden entstehen, hängt dabei ganz vom Konsumenten ab. Bei einer labilen Psyche entstehen vielfach Psychosen, die der Konsument dann jahrelang mit sich trägt. Solche LSD-Opfer sind dann meist ein Fall für die Psychiatrie. Bei LSD ist weder eine körperliche, noch eine psychische Abhängigkeit bekannt, weshalb viele Jugendliche leichtfertig zu der Droge greifen. Heutzutage wird LSD meist als Partydroge mißbraucht, obwohl es von der Wirkung her eher eine Psychodroge ist. Gerade auf Techno – Parties, wo eine Reizüberflutung durch Lichtblitze und laute Musik vorliegt, kann LSD zu fatalen psychischen Folgen führen. Der Preis für einen solchen Trip liegt heutzutage bei ca. 30 Mark.
  
Römische Rechtsgeschichte: Ein Studienbuch
Siehe auch:
Römische Rechtsgeschichte
Geschichte des Römischen Rechts
Römisches Recht: Ein Studienbuch
Römisches Privatrecht
Allgemeiner Teil des BGB
Römisches Recht (Springer-Lehrbuch)
 
   
 
     
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